Käsemarkt in Alkmaar: Geschichte, Termine und Tipps

Käsemarkt in Alkmaar: Geschichte, Termine und Tipps

Ein Besuch auf dem Käsemarkt in Alkmaar gehört dazu, wenn wir unseren Urlaub in Noord-Holland verbringen. Sicher hast du die Fotos der Käseträger in ihren weißen Anzügen und den bunten Strohhüten schon einmal gesehen. Sie tragen den Käse mit schnellem, leicht tänzelnden Gang über den Marktplatz zum historischen Waaggebäude. Dort wird der Käse gewogen. Dann bringen ihn die Träger zum Transportwagen des Händlers. Heute ist der Käsemarkt in Alkmaar kein echter Handelsplatz mehr. Du siehst ein historisches Schauspiel, bei dem die jahrhundertealte Tradition des Käsehandels präsentiert und lebendig gehalten wird. Der Käsemarkt findet von Ende März bis Ende September jeden Freitagvormittag statt. Wir haben ihn besucht und uns über die Tradition informiert. Hier sind unsere persönlichen Eindrücke.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Käsemarkt in Alkmaar findet zwischen März und September auf der Waagplein statt
  • Er beginnt Freitag um 10 Uhr mit dem Läuten der historischen Glocke und dauert bis 13 Uhr
  • Im Juli und August gibt es jeden Dienstag zwischen 19 und 21 Uhr einen Sommer-Käsemarkt
  • Du zahlst keinen Eintritt und kannst während der Marktzeit einfach vorbeikommen
  • Es gibt in unmittelbarer Nähe leider nur wenige Parkplätze
  • Mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl ist der Marktplatz ohne Einschränkungen erreichbar
  • Du kannst deinen Besuch mit einer Fahrt durch die Grachten von Alkmaar und einem Altstadtspaziergang kombinieren

Käsemarkt in Alkmaar: Eine lange Tradition

Die Tradition des Käsemarkts in Alkmaar lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Ab 1365 hatte die Stadt ein Wiegerecht. Es bedeutet, dass eine amtliche Waage betrieben werden durfte. Das Wiegerecht stärkte den Handel und galt als Privileg, das die Bedeutung einer Stadt im Mittelalter enorm aufwertete. Es umfasste neben dem Käse auch andere Handelsgüter. Doch die Käseherstellung war schon damals eng mit der Stadt Alkmaar verbunden.

Am 17. Juni 1593 wurde die Gilde der Käseträger gegründet. Wann der erste Käsemarkt in Alkmaar stattfand, ist nicht genau belegt. Ein Dokument weist auf das Jahr 1622 hin. Vermutlich gab es die Käsemärkte aber schon mit der Gründung der Gilde. Erwiesen ist, dass der Käsemarkt im 18. und 19. Jahrhundert bis zu viermal in der Woche stattfand, weil der Erfolg so groß war.

Bis in das 20. Jahrhundert hinein war der Käsemarkt in Alkmaar für die Wirtschaft bedeutend. Der Transport der Käselaibe erfolgte bis zur Industrialisierung auf Kähnen über den Wasserweg oder mit Pferdewagen. Es war aufwendig, aber es lohnte sich und sicherte das Überleben der Bauern.

Auf dem Markt wurden die Laibe nicht nur gewogen: Eine Prüfung von Qualität und Geschmack war ebenfalls obligatorisch. Die Qualität des Käses bestimmte den Preis. Die Verhandlungen waren laut und lebhaft. Die Waagplein war voll mit Händlern, die besonders günstig kaufen wollten. Jeder der Bauern wollten den höchstmöglichen Preis erzielen. Bei diesen Verhandlungen wären wir gern dabei gewesen.

Jeder Laib wurde auf seine Qualität geprüft

Für die Qualitätsprüfung eines Käselaibs sind die Käseprüfer (Keurmeesters) zuständig. Sie sind bis heute ein wichtiger Bestandteil der Tradition. Du erkennst sie an ihren weißen Kitteln. Auch hier handelt es sich nicht um Schauspieler: Die Käseprüfer arbeiten in großen Molkereigesellschaften oder sie gehören unabhängigen Kontrollinstanzen des niederländischen Käsehandwerks an.

Es handelt sich nicht um eine Show, sondern um eine Überprüfung, ob der Käse die strengen Vorgaben für sein Siegel oder die Herkunft der Marke erfüllt. Im Mittelpunkt der Kontrolle stehen der Fettgehalt, die Feuchtigkeit, der Salzgehalt und der Reifegrad. Ein Siegel dürfen nur Käsesorten tragen, die alle Richtlinien erfüllen. Die Prüfung eines Käselaibs erfolgt in drei Schritten.

Klangtest

Der Klangtest erfolgt durch Klopfen auf den geschlossenen Laib. Ein hohler Klang weist auf zu große Luftlöcher hin. Der perfekte Käse hat einen matten, dumpfen Klang.

Bohren und Geschmacksprobe

Die Käseprüfer nehmen einen Kaasborder und stechen ein Loch in den Käselaib. So ist es möglich, eine zylinderförmige Geschmacksprobe aus dem Käse zu entnehmen. Vor Ort verkosten die Prüfer den Käse und stimmen sich über die Qualität ab.

Wir durften als Zuschauer an der Verkostung teilnehmen. Die Prüfer bemühen sich, das Publikum so gut es geht einzubeziehen und mit kleinen Proben zu versorgen. Doch wenn es sehr voll ist, gehen die hinteren Reihen leer aus.

Visuelle Prüfung, tasten und riechen

Der Käseprüfer schaut sich die Probe genau an. Die Farbe und Gleichmäßigkeit des Teiges ist für eine hohe Qualität entscheidend. Die Löcher werden ebenfalls in die Prüfung einbezogen. Sie sollten nicht zu zahlreich sein. Handelt es sich beispielsweise um den traditionellen Bauernkäse, dürfen die Löcher die Größe eines Stecknadelkopfes nicht überschreiten.

Abschließend nimmt der Käseprüfer eine Tast- und eine Geruchsprobe. Dabei nimmt er ein Stück des Käses zwischen die Finger und informiert sich über die Geschmeidigkeit des Teigs. Die Geruchsprobe weist auf einen starken Gehalt an Hefe oder Säure hin. Alle Komponenten des Tests fließen in die Bewertung des Käses ein.

Übrigens:

Der Rest der Probe wird mit dem Käsebohrer wieder in den Laib geschoben. Mit dem Daumen streicht der Käseprüfer die Rinde glatt. So bleibt der Laib in seiner Qualität erhalten und kann ohne Einschränkung verkauft werden.

Von harten Verhandlungen zum historischen Schauspiel

Zuschauer gab es auf dem traditionellen Käsemarkt nicht. Alle Akteure auf der Waagplein waren am Käsehandel beteiligt. Das änderte sich erst mit der Wende vom 19. und 20. Jahrhundert. Die Eisenbahn etablierte sich in Europa. Die Menschen entdeckten das Reisen. Der Tourismus wurde zu einer neuen Wirtschaftsquelle.

Im Rahmen dieser Entwicklung kamen die ersten Schaulustigen auf den Käsemarkt nach Alkmaar. Es gibt historische Filmaufnahmen aus dem Jahr 1922, auf denen gut gekleidete Herren im Anzug zu sehen sind. Sie nahmen nicht am Handel teil, sondern kamen aus reinem Interesse.

Die Entwicklung ließ sich nicht mehr aufhalten. Dampfmaschine und Elektrizität bereiteten dem traditionellen Käsehandel ein Ende. Molkereien begannen mit der industriellen Verarbeitung von Milch.

Bauern nutzten die neu entstehenden Molkereien. Einige Höfe stellten den Käsehandel ein, verkauften ihre Milch an die Molkereien und lebten von den Einnahmen. Andere Bauern behielten das Patent auf die Käseherstellung und gaben nur die Verarbeitung an die Molkerei ab.

Oft schlossen sich mehrere Bauern zusammen und ließen eine Molkerei für sich wirtschaften. Der Verkauf erfolgte direkt an den Endabnehmer. Immer weniger Bauern handelten auf dem traditionellen Markt.

Mit dem Zweiten Weltkrieg endete der Verkauf des Käses auf der Waagplein in Alkmaar. Zwischen 1940 und 1945 fand aufgrund der Besetzung und der schlechten wirtschaftlichen Lage kein Käsemarkt statt. Nach dem Ende des Krieges hatte sich die Welt verändert. Der traditionelle Käsemarkt kehrte nicht auf die Waagplein zurück. Doch es gab die Gilde noch und ein großes Interesse an der historischen Zeremonie. So etablierte sich die traditionelle Vorführung in Alkmaar, den du bis heute erleben kannst.

Die Mitgliedschaft in der Käsegilde

Wir glaubten, dass Darsteller auf dem Markt agieren. Doch das ist falsch. Die Käseträger sind Mitglieder der traditionellen Gilde. Sie genießen ein besonderes Privileg und müssen ein mehrstufiges Auswahlverfahren absolvieren. Nur 30 Männer werden in die Gilde aufgenommen. Frauen sind nicht erlaubt. Erst wenn ein Mitglied ausscheidet, wird ein Platz frei.

Oft gehören Männer einer Familie in mehreren Generationen der Gilde an. Ein Geburtsrecht gibt es aber nicht. Jeder Einzelne muss sich bewähren. Nur Mitglieder der Gilde dürfen auf dem Käsemarkt in Alkmaar aktiv die Beeren (berries)auf ihren Schultern transportieren.

In ihrem Alltag gehen die Käseträger in der Regel ganz normalen Berufen nach. Die Arbeitgeber sind in der Regel kulant und sperren sich nicht gegen Urlaub, die Verwertung von Überstunden oder eine unbezahlte Freistellung an den Freitagvormittagen. Es gibt auch ein Sponsoring seitens der Stadt Alkmaar, die offizieller Veranstalter des Käsemarktes ist.

Die Mitglieder der Gilde sind in vier Gruppen (Vemen) organisiert. Drei Gruppen sind der Gilde sind an einem Marktspektakel vor Ort, die vierte Gruppe hat frei. So lassen sich die Aufgaben der Gilde mit dem klassischen Arbeitsalltag vereinbaren.

Aufbau der Gilde

Die Gilde hat 31 Mitglieder: Neben den Käseträgern gibt es einen Kaasvadder (Käsevater). Er ist der Chef der Gilde. Du erkennst ihn an einem schwarzen Stock mit einer silbernen Kugel, die er mit sich führt.

Die Männer der Gilde organisieren sich in vier Untergruppen. Jede Gruppe hat sieben Träger und einen Nothelfer. Die Gruppen, genannt Vemen, haben je eine Farbe, die du auf den Hüten und dem Lack der Tragen siehst. Auch im Wappen der Gilde sind sie dargestellt: Es ist blau, rot, grün und gelb.

In der Regel bleibt ein Mitglied ein Leben lang in der Gilde. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt oder Tod. Dass ein Mitglied von der Gilde ausgeschlossen wird, kommt nur sehr selten vor.

Dreistufiges Auswahlverfahren

Jedes künftige Mitglied der Gilde muss sich in einem dreistufigen Auswahlverfahren bewähren. Grundsätzlich kann sich jeder junge Mann anmelden, der Interesse an einer Aufnahme in die Gilde hat. Er sollte in der Region leben, um die vielfältigen Aufgaben wahrnehmen zu können. Aber eine Bedingung ist das nicht.

Marktarbeiter

Einsteiger sind noch nicht Mitglied der Gilde. Sie sind als Helfer auf dem Markt tätig und übernehmen verschiedene Aufgaben. Die Zetter (Setzer) bauen sie den Markt am Morgen auf und stapeln den Käse. An Regentagen wird er mit einer Plane zugedeckt. Ingooier (Einwerfer) bringen den Käse nach dem Wiegen bringen zu den bereitstehenden Lkw’s.

Zwei Käseträger der blauen Gruppe tragen den Käse zu den Transportwagen. Im Hintergrund siehst du, dass der Käse bei Regen zum Schutz abgedeckt wird. Das ist eine der Aufgaben, die der Marktarbeiter und Anwärter auf die Mitgliedschaft in der Gilde zu erledigen hat.

Nothilfe) Nicht alle Marktträger, die an den Freitagen auf der Waagplein arbeiten, werden später in die Gilde aufgenommen. Doch auch die Arbeit auf dem Markt gilt bereits als Privileg.

Zweijährige Probezeit

Als Noodhulp (Nothilfe) bezeichnen die Niederländer die zweijährige Probezeit vor der Aufnahme in die Gilde. Wenn ein Platz frei wird, kann ein neues Mitglied aufgenommen werden. Wer diese Ehre bekommt, entscheidet der Kaasvater gemeinsam mit den vier Gruppenleitern. Der Nothelfer arbeitet als Springer und übernimmt die Arbeit, wenn ein Mitglied krankheitsbedingt ausfällt. Die Phase dauert über zwei Marktjahre an.

Vollmitglied

Die offizielle Aufnahme in die Gilde der Käseträger erfolgt nach der zweijährigen Probezeit. Das neue Mitglied erhält einen Spitznamen, mit dem er von den Kollegen angesprochen wird. Die Mitgliedschaft bleibt auch dann bestehen, wenn eine Arbeit als Käseträger aufgrund der körperlichen Belastung nicht mehr möglich ist. Aus Gründen des Arbeitsschutzes hören Käseträger mit 67 Jahren mit der Vorführung auf dem Markt auf.

Wir waren beeindruckt, von der Verführung der Käseträger. Und auch von der langen Tradition. Männer unterschiedlicher Altersgruppen waren auf dem Markt aktiv. Das zeigt, dass sie junge Generation Interesse hat, diese schöne Arbeit in der Gilde fortzuführen.

Fünf Fragen zum Besuch auf dem Käsemarkt in Alkmaar

Bist du in Holland unterwegs, kann der Käsemarkt in Alkmaar für dich ein persönliches Highlight werden. Die Verbindung der Tradition mit einem Event, das in ganz Europa bekannt ist, solltest du dir nicht entgehen lassen. Hier findest du Antworten auf fünf Fragen rund um deinen Besuch.

Wann findet der Käsemarkt in Alkmaar statt?

Die Termine orientieren sich an einem festen Schema, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Der erste Käsemarkt findet traditionell am letzten Freitag im März um 10 Uhr statt. Die Eröffnung der Saison ist ein besonderes Ereignis, das Einheimische und Gäste in Alkmaar gemeinsam feiern. Bis zum letzten Freitag im September kannst du den Käsemarkt in Alkmaar besuchen. Dann beginnt die Winterpause.

Im Juli und August gibt es einen zusätzlichen Markt an jedem Dienstag von 19 bis 21 Uhr. Er ist ein wenig kleiner, hat aber in den Abendstunden eine ganz besondere Atmosphäre. Weil dieser Termin nicht so bekannt ist, kannst du davon ausgehen, dass es nicht so überlaufen ist.

Wie komme ich zur Waagplein?

Der Marktplatz liegt mitten in der historischen Altstadt an einer Gracht. Entscheidest du dich für einen Besuch am Freitag, ist die Anreise mit dem Auto früh am Morgen empfehlenswert. Die Innenstadt ist autofrei. Am Rande gibt es Straßenparkplätze, die schnell belegt sind.

Wenn du das Zentrum von Alkmaar über die Kanaalkade erreichst, siehst du auf der gegenüberliegenden Seite der Gracht das Ring Center. In dem angrenzenden Parkhaus findest du auch an den Freitagen einen Parkplatz. Ein anschließender Besuch in dem Center empfiehlt sich, wenn du es sportlich magst: Decathlon, Bever und DAKA haben dort sehr schöne Geschäfte.

Wir nutzen einen der kostenlosen Parkplätze am Rande der Stadt und fahren mit dem Fahrrad in die Innenstadt von Alkmaar. Die Strecke ist etwa vier Kilometer lang. In den Niederlanden gibt es sehr gut ausgebaute Fahrradwege. Es ist eine entspannte Möglichkeit, den Käsemarkt von Alkmaar zu besuchen. Du kannst mit dem Rad bis zur Waagplein fahren und es am Rande des Marktplatzes abstellen.

Kommen sehr viele Besucher zum Käsemarkt nach Alkmaar?

Wir verbringen unseren Urlaub in Noord-Holland im Hochsommer. Der Marktplatz ist an den Freitagen wirklich sehr voll. Bei unserem letzten Besuch regnete es. Trotzdem waren viele Menschen dort

Zunächst standen wir ziemlich weit hinten, der Blick war versperrt. Doch die Besucher kommen und gehen. Mit ein wenig Geduld kannst du vorrücken.

Es gibt eine Tribüne, doch wir haben nicht herausgefunden, ob sie öffentlich ist oder ob eine Platzreservierung notwendig ist.

Empfehlenswert ist es, wenn du dich in die Nähe der Waagen stellst. Das ist vor allem für Kinder interessant. Sie befinden sich in den Durchgängen unter dem Waaggebäude.

Kann ich den Käse verkosten oder kaufen?

Verkostungen sind möglich, wenn du in der Nähe der Käseprüfer stehst. Wir hatten Glück und durften ein Stück von dem Zylinder, der aus einem Laib genommen wurde, probieren. Es war wirklich sehr lecker. Die Herren bemühen sich, so viele Besucher wir möglich zu „versorgen“. Doch wenn du weiter hinten stehst, sind die Chancen eher gering.

Interessant ist es, wenn dir ein Helfer einen Käselaib in die Hand gibt. Das Gewicht beträgt etwa 13 Kilogramm. Es ist wirklich schwer, wir waren sehr überrascht.

Der Kauf von Käse ist natürlich auch möglich. Die Kaasmeisjes beantworten nicht nur Fragen, sondern bieten auch Taschen mit verschiedenen Käsesorten zum Verkauf an. Wir haben zugeschlagen, waren aber etwas enttäuscht. Der Inhalt war ein anderer, als uns präsentiert wurde. Statt eines Käseschneiders war ein Schaber im Beutel, der Käseraspeln produziert. Außerdem hatte der Käse hatte eine nicht sehr lange Haltbarkeit.

Besser ist es, wenn du an den Ständen am Rande des Marktes einkaufst. Günstiger ist es dort auch nicht. Aber die Ware ist frischer als die Promotion-Artikel, die von den Käsemädchen verteilt werden. Geschmacklich ist an dem Käse nichts auszusetzen. Aber wir sind große Fans der holländischen Käsesorten.

Wie viel Zeit sollte ich für den Besuch des Käsemarktes einplanen?

Die Zeremonie dauert etwa drei Stunden. Wenn du zur Eröffnung um zehn Uhr kommst, ist der Markt voll mit Käselaiben, die gewogen und abtransportiert werden. Nach und nach leert sich der Vorrat. Erst wenn der letzte Käse gewogen ist, beendet der Sprecher oder die Sprecherin die Veranstaltung.

Übrigens:

Bei unserem Besuch sprach die Moderatorin in vier Sprachen: Niederländisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Es unterstreicht den internationalen Charakter der Veranstaltung und gibt dir auch ohne Kenntnisse des Niederländischen die Möglichkeit, die Erklärungen zu verstehen.

Möchtest du die Eindrücke auf dich wirken lassen und die Chance haben, vorn zu stehen und den Käse zu verkosten, solltest du etwa anderthalb Stunden einplanen. Zum Zeitpunkt der Eröffnung ist es sehr voll. Danach ist viel Bewegung unter den Besuchern und es verläuft sich etwas. Die vollen drei Stunden musst du nicht auf dem Marktplatz verbringen.

Käsemarkt in Alkmaar: Erlebe eine lange Tradition

Mit dem Käsemarkt wahrt die Stadt Alkmaar eine lange Tradition mit internationaler Bekanntheit. Die Homepage kann in sechs Sprachen abgerufen werden. Vor Ort hörst du im Hochsommer viele verschiedene Sprachen.

Uns hat die Tradition der Gilde beeindruckt. Die jungen Männer sichern das Fortleben seit mehr als vierhundert Jahren. Du siehst eine Zeremonie, doch du bekommst gleichzeitig einen Eindruck davon, wie der Käsehandel in der Frühen Neuzeit funktioniert hat.

Doch wo bleiben die zahlreichen Käselaibe? Das hat uns interessiert. Nach dem Wiegen werden sie auf Holzwagen gestapelt und von Helfern vom Markt geschoben.

Und dann? Die Antwort ist simpel und wenig spektakulär: Die Käselaibe werden in einen Lkw geladen und abtransportiert. Es ist eben doch ein historisches Schauspiel. Aber ein sehr Eindrucksvolles!

Möchtest du mehr über die Käseherstellung wissen?

In der Waagplein ist das holländische Käsemuseum untergebracht. Dort kannst du dich über die Tradition der Käseherstellung und den Wandel über die Jahrhunderte informieren. Es ist ein Familienmuseum: Für Eltern und Kinder gibt es viel zu entdecken.

Nach dem Ende des Käsemarkts wird der Bereich sehr schnell wieder freigegeben. Du kannst einen Besuch im Käsemuseum direkt anschließen. Oder du nimmst einen Platz in einem der Restaurants ein. Die Atmosphäre ist dort trotz des Trubels sehr schön.

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HB 2026-30

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