Unterwegs im Wohnwagen: Urlaub auf Rädern

Unterwegs im Wohnwagen: Urlaub auf Rädern

Der Urlaub im Wohnwagen hat einen besonderen Charme. Du verbringst deine Ferien inmitten der Natur und kehrst ein Stück weit zu den Basics zurück. Wir lieben es und können uns keine andere Urlaubsform vorstellen. Doch der eigene Wohnwagen gehört dir 365 Tage im Jahr. Du musst ihn zulassen, zum TÜV fahren und du benötigst einen Stellplatz. Für das Abstellen im Garten oder vor dem Haus gelten besondere Regeln. Du bist lange zu deinem Urlaubsziel unterwegs, denn auf den europäischen Autobahnen darfst du maximal 100 km/h fahren. Der Kraftstoffverbrauch ist hoch und dein Auto muss für die Anhängelast ausgelegt sein. Doch wenn du auf deinen Stellplatz fährst, machst du die Tür deines Wohnwagens auf und bist zu Hause. Hier kommt eine Liebeserklärung an einen besonderen Urlaub. Unsere Erfahrungen geben wir gern weiter … und auch den einen oder anderen Tipp.

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Einen der schönsten Stellplätze mit eigenem „Wassergrundstück“ hatten wir auf dem Campingplatz Callasande in Grote Keeten in Noord-Holland.

Camping am Meer – unser Traumurlaub

Wir sind begeisterte Camper. Seit 25 Jahren fahren wir mit unserem Wohnwagen ans Meer. Unsere bevorzugten Ziele liegen in Holland, Frankreich und Spanien. Wenn wir alle Kilometer zusammenzählen, die wir mit unserem Gespann zurücklegten, haben wir die Erde mehr als einmal umrundet. Wir lieben die Nähe zur Natur, das einfache Leben und unser Zuhause, das wir immer dabei haben.

Uns zieht es im Urlaub ans Meer. Wir sind in der DDR geboren und haben unsere Urlaube in der Kindheit und Jugend an der Ostsee verbracht. Daher kommt die enge Verbundenheit zum Strandleben. Doch nach der Wende zog es uns weg, von den Urlaubsorten unserer Kindheit.

Unser Favorit ist die holländische Nordseeküste. Wir lieben das Land mit seinen entspannten Menschen und die breiten Strände mit Ebbe und Flut. Schweden und Dänemark haben wir uns angeschaut. Es waren schöne Urlaube, die wir aber nicht wiederholen wollten. Der Atlantik und das Mittelmeer sind von Berlin etwa 30 Stunden entfernt. Alle paar Jahre fahren wir mit unserem Gespann quer durch Europa. Diese Urlaube sind mit besonders intensiven Erinnerungen verbunden.

Unsere erste Tour ging nach Dänemark

Wir fahren einen Hobby mit einem Aufbau aus den 1980er-Jahren. Als wir ihn 2003 kauften, hatten wir vier Kinder. Der Älteste war ein Teenager, der Jüngste lernte in Dänemark laufen und Fußball spielen. So wurde es ein Doppelachser mit sechs Schlafplätzen. Die wir nur zweimal genutzt haben, weil die älteren Jungs immer im Zelt schliefen.

Unser erster Urlaub führte uns auf den Ringkoebing-Fjord nach Dänemark. Wir legten 650 Kilometer zurück: Mein Mann fuhr, wir kamen gut in Hvide Sande an. Nach 15 Jahren mit dem Zelt hatten wir uns mit dem Wohnwagen einen Traum erfüllt. Meine Bedenken, mit einem so langen Gespann zu fahren, bestätigten sich nicht.

Es war unser zweiter Dänemark-Urlaub und unser letzter: Im Jahrhundertsommer 2003 hatten wir herrliches Wetter. Doch wir mussten über eine hohe Düne steigen, um ans Meer zu kommen. Die Preise für Lebensmittel waren hoch und der Stellplatz sehr eng. Heute würden wir so einen Platz nicht mehr buchen. Doch mit jedem Jahr wachsen die Ansprüche.

In der letzten Urlaubswoche fuhren wir mit dem Auto an einen anderen Strand. Das hat Spaß gemacht. Wir haben unsere erste Tour mit dem Wohnwagen in guter Erinnerung behalten. Doch wir sind wieder nach Holland zurückgekehrt.

Duinrell in Zuid-Holland: Unser Lieblings-Campinplatz

Im Jahre 2006 fuhren wir das erste Mal nach Duinrell. Der Campingplatz liegt in Wassenaar, zwischen Den Haag und Amsterdam. Der angeschlossene Freizeitpark ist ein Alleinstellungsmerkmal in Europa. Neun Mal waren wir dort, und wir werden sicher wieder hinfahren. Doch bei unserem letzten Aufenthalt hatten wir das Gefühl, mal wieder etwas anderes sehen zu müssen. Und sind nach Noord-Holland gefahren.

Viel Platz für zwei Personen

Heute sind wir allein mit unserem großen Gespann unterwegs. Unser Wohnwagen steht im Reihenhausgarten. Das Rangieren funktioniert nur mit einer Seilwinde und ist recht anspruchsvoll. Wir denken darüber nach, uns zu verkleinern. Doch nach so vielen Jahren fühlt es sich an, als würden wir in ein neues Haus umziehen

Wir lassen uns mit der Entscheidung Zeit. Fest steht für uns, dass wir nicht auf Ferienhäuser oder Mobilheime umsteigen wollen. Auf ein paar Meter Länge könnten wir verzichten. Auf die Räder unter unserem Feriendomizil nicht.

Die Abstellmöglichkeit ist nur eine Frage, die du klären musst, wenn du dir einen Wohnwagen kaufen möchtest. Du brauchst ein Auto, das ihn ziehen darf. Wenn du jünger bis, benötigst du für unser Gespann einen speziellen Führerschein. Handwerkliches Geschick ist ebenfalls empfehlenswert. Ich gebe zu, dass ich allein nicht mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren könnte.

Ein Stellplatz für unseren Wohnwagen

Dreizehn Jahre stand er auf einem Campingplatz. Doch dann wurde das Gelände umgewidmet und wir wollten nicht auf einen neuen Platz umziehen. Die Kosten sind mit jedem Jahr gestiegen. Der Ton wurde rauer. Die Pflege eines Dauercampingplatzes wurde uns zu viel. Wir hatten ja zu Hause einen Garten.

Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ein Dauercampingplatz für das Abstellen eines Wohnwagens die beste Alternative ist. Du kannst ihn das ganze Jahr über nutzen und kommst für ein Wochenende oder für ein paar Stunden in Ferienstimmung. Doch dem stehen hohe Kosten und neue Strukturen gegenüber. Bei uns in Berlin-Brandenburg wurde vielen Dauercampern gekündigt. Um Platz zu schaffen für Tinyhäuser oder für Urlauber, die mehr Geld einbringen und wenig Ärger machen.

Die Jahre unter der Autobahn

Nach der Aufgabe unseres Campingplatzes mieteten wir eine private Abstellmöglichkeit. Der Garten des Eigentümers lag unter einer Autobahnbrücke. Er konnte ihn nicht nutzen und bot für ein kleines Geld parzellierte Abstellflächen an. Wir konnten unteren Wohnwagen jederzeit holen, auch am Wochenende und in der Nacht. Das war uns wichtig, da wir gern in den späten Abendstunden in den Urlaub aufbrechen.

Es sollte eine vorübergehende Lösung sein, die uns nicht besonders gefiel. Wir hatten dort weder Wasser noch Strom. Es war nicht möglich, den Wagen zu reinigen oder Reparaturen vorzunehmen. zu Hause konnten wir ihn für einige Tage vor die Tür stellen. Doch in einer schmalen Spielstraße war auch das immer wieder problematisch. Zumal unser Nachbarschaftsgefüge nicht so optimal ist.

So entschieden wir uns, den Wohnwagen nach Hause zu holen und in unserem Reihenhausgarten aufzustellen. Es kann sein, dass auch das wieder eine vorübergehende Entscheidung ist. Denn er nimmt uns nicht nur die Abendsonne, sondern beansprucht ein Viertel unserer Gartenfläche. Dabei dürfen wir ihn nicht einmal nutzen: Die Vorschriften sind streng, wenn nicht sogar ein wenig bizarr.

Im Grunde erfordert die Leidenschaft für einen Wohnwagen einen großen Garten oder ein eigenes Grundstück, das zur Erholung genutzt werden kann. Ein Kleingarten darf es nicht sein, dort sind Wohnwagen nicht gestattet.

In unserem Lieblings-Urlaubsland Holland stehen die Wohnwagen oft im Eingangsbereich der Reihenhäuser. Das ist bei uns aus ästhetischen Gründen nicht erlaubt. Auch das Aufstellen im Reihenhausgarten kann problematisch sein. Die Nachbarn dürfen sich nicht gestört oder ihrer Sonne beraubt fühlen.

Wohnwagen – mehr als nur ein Urlaub

Schauen wir einmal hinter die Kulissen des Wohnwagenbesitzes. Hast du einen großen Garten, in dem du deinen Wagen drei Meter vom Nachbarn entfernt aufstellen kannst, ist die Suche eines Stellplatzes für dich abgeschlossen. Du kannst eine Garage oder einen Carport bauen, um den Wagen vor Witterungseinflüssen zu schützen. Ein eigener Garten ist ideal, für Wohnwagenbesitzer.

Was du beachten musst:

  • Der Wohnwagen muss mobil bleiben. Wenn du ihn als Gartenhaus nutzen möchtest, brauchst du eine Baugenehmigung.
  • Wenn du den Abstand nicht einhalten kannst, darf der Wohnwagen deinen Nachbarn nicht das Licht nehmen oder ihre Sicht behindern.
  • Grundsätzlich darfst du beim Rangieren aus deinem Grundstück den fließenden Verkehr nicht behindern. In der Praxis hilft es, freundlich zu kommunizieren. Wir sperren die Durchfahrt durch eine Nebenstraße für etwa zwanzig Minuten. Bei der Polizei bekamen wir die Auskunft, dass es geduldet würde.

Hast du keinen eigenen Garten, musst du einen Stellplatz mieten. Es gibt offene und überdachte Unterstände. Alternativ kannst du auch einen Straßenparkplatz nutzen. Dann darf der Wohnwagen aber nicht mehr als zwei Tonnen wiegen und er muss alle vierzehn Tage umgeparkt werden.

Kosten für die Anmietung eines Stellplatzes

Die Kosten für einen Stellplatz auf einem abgeschlossenen Gelände unter freiem Himmel beginnen bei 50 EUR. Möchtest du deinen Wohnwagen in eine Halle stellen, zahlst du in der Regel nach Größe. Für uns wären es zwischen 120 und 200 EUR im Monat gewesen.

Es besteht die Möglichkeit, einen Garten für den Wohnwagen zu mieten. Hier begannen die Kosten in unserer Region bei 250 EUR im Monat. Ein Dauercampingplatz kostet ab 3.000 EUR jährlich. Hinzu kommen oft Verbrauchskosten für Strom, Wasser und Müll.

Diese Kosten musst du auf deinen Urlaub aufrechnen. In der Hochsaison bist du dennoch günstiger: Wir fuhren vor einigen mit unserem Sohn und seiner Familie auf unseren Lieblings-Campingplatz Duinrell. Er zahlte für zwei Wochen rund 3.500 EUR für die Anmietung eines Mobilheims. Unser Betrag belief sich auf 1.650 EUR für drei Wochen.

TÜV, Steuer und Versicherung

Wir haben für unseren Wohnwagen eine Haftpflichtversicherung mit Teilkaskoschutz abgeschlossen. Dafür zahlen wir 35 EUR im Vierteljahr. Da unser Wagen jetzt im eigenen Garten steht und nicht mehr gestohlen werden kann – es sei denn, der Dieb bringt eine Seilwinde mit -, werden wir die Teilkasko streichen. Dann reduzieren sich die Kosten auf etwa 75 EUR im Jahr.

Der TÜV ist alle zwei Jahre fällig. Wir zahlen etwa 120 EUR für die Hauptuntersuchung und den Gas-TÜV. Dieser wird auf einigen Campingplätzen verlangt. Er dient aber auch deiner eigenen Sicherheit.

Die Kraftfahrzeugsteuer beträgt für unseren Wohnwagen 50 EUR im Jahr. Wenn er dauerhaft in unserem Garten steht, wechseln wir vielleicht auf ein Saisonkenzeichen. Wenn wir die Teilkaskoversicherung behalten, beträgt die Ersparnis etwa 145 EUR im Jahr. Ohne Kasko liegt sie bei etwa 85 EUR.

Zufahrzeuge für einen großen Wohnwagen

Unser Wohnwagen hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 1,6 Tonnen. Wir ziehen ihn mit einem Audi A6 Quattro. Er hat einen Dieselmotor mit sechs Zylindern. Das Auto fahren wir seit 15 Jahren. Mittlerweile haben wir 385.000 Kilometer auf dem Tacho. Und wir hoffen, dass er uns noch in viele Urlaube begleitet.

Beim Kauf unserer Wohnwagens fuhren wir einen alten Renault Espace. Er hatte einen Sechszylinder-Benzinmotor und schluckte im Stadtverkehr 15 Liter auf einhundert Kilometer. In den Nuller Jahren war das noch bezahlbar. Wenn wir mit dem Gespann fuhren, erhöhte sich der Kraftstoffverbrauch kaum.

Weil uns das Auto zu teuer wurde, stiegen wir auf einen Ford Galaxy um. Es war ein tolles Auto mit sechs Einzelsitzen. Unsere Kinder saßen auf den langen Touren an den Atlantik oder in die Normandie bequem. Das Auto hatte einen getunten Dieselmotor mit vier Zylindern und wenig Hubraum. Wir fuhren ihn sechs Jahre, dann verlor der Motor an Leistung. Die elektrischen Systeme fielen nach und nach aus. Die Laufleistung betrug nicht einmal 200.000 Kilometer.

Für einen großen Wohnwagen braucht es einen starken Motor. Das ist unsere Erfahrung. Es reicht nicht aus, dass die Anhängelast in den Papieren stimmt. Mit den beiden V6-Motoren hatten wir nie Probleme. Somit ist es wichtig, dass du für deinen Wohnwagen ein starkes Zugfahrzeug hast. Alternati entscheidest du dich für ein kleines und leichtes mobiles Zuhause.

Geschwindigkeit und Spritverbrauch

Wir fahren mit 80 Kilometern pro Stunde zu unseren Urlaubszielen. Nach Holland benötigen wir mit Pausen zehn bis zwölf Stunden. Die längste Strecke führte uns an den Atlantik. Wir brauchten für die 1.800 Kilometer zwischen 29 und 36 Stunden. Das muss man mögen.

Unvergesslich bleibt unsere erste Fahrt durch Paris. Es war im August 2008. Wir parkten morgens um Sechs auf dem Champs-Élysées und fotografierten den Eiffelturm. Während ich auf den Auslöser drückte, strand mein Mann im Parkverbot. Ein Polizist kam, doch mein Mann spricht kein Französisch. Ich schon, doch das musste der Polizist ja nicht wissen. Weil wir „ne comprenons rien“, durften wir weiterfahren.

Der Verbrauch liegt im Durchschnitt bei zwölf Litern auf einhundert Kilometer. Im Alltag verbraucht der Audi etwa acht Liter.


Den Wohnwagen mit 100 km/h fahren?

Möchtest du etwas schneller auf der Autobahn fahren, kannst du für dein Gespann eine Zulassung für 100 km/h erhalten. Dazu müssen Zugfahrzeug und Wohnwagen folgende Kriterien erfüllen:

  • Antiblockiersystem (ABS) am Zugfahrzeug
  • Zugfahrzeug muss mindestens 120 km/h fahren dürfen
  • Wohnwagen muss gebremst dein und über hydraulische Radstoßdämpfer verfügen
  • Die Reifen benötigen den Geschwindigkeitsindex L (für 120 km/h) und dürfen nicht älter als sechs Jahre sein.
  • Antischlingerkupplung (Stabilisierungseinrichtung)
  • Zugfahrzeug benötigt ein elektronisches Gespann-Stabilisierungsprogramm
  • Das zulässige Gesamtgewicht des Wohnwagens darf das Leergewicht des Zugfahrzeugs nicht überschreiten. Beispiel: Wiegt dein Zugfahrzeug leer 1.700 kg, darf der Wohnwagen ein zulässiges Gesamtgewicht von maximal 1.700 kg haben

Wir haben diese Zulassung nie beantragt, weil uns die Umbauarbeiten an unserem Wohnwagen zu aufwendig gewesen wären.


Insgesamt musst du mit Gesamtkosten von etwa 500 bis 1.000 EUR im Jahr für den Wohnwagen rechnen. Enthalten sind die Kosten für den Unterhalt, die Mehrkosten für Sprit und den TÜV. Wenn ein Stellplatz bezahlt werden muss, gehen die Kosten in den jährlichen vierstelligen Bereich. Diesen Betrag musst du auf deinen Urlaub aufrechnen.

Fahren und schlafen auf der Autobahn

Die Vorstellung, stundenlang mit 80 Kilometern in der Stunde auf der Autobahn unterwegs zu sein, weckt bei vielen Menschen nicht unbedingt Begehrlichkeiten. Uns macht das wenig aus. Wenn wir über die A2 nach Holland fahren, sind wir sogar froh, uns auf die rechte Seite verkrümeln zu dürfen.

Meistens fahren wir spätabends los und schlafen ein paar Stunden auf einem Parkplatz. Frühstück gibt es dann im Restaurant „Zur Goldenen Möwe“. Ich finde es total schön, ein eigenes Bett und ein WC an einer Anhängerkupplung zu haben.

Bevor wir in einen Urlaub aufbrechen, denke ich oft, oh je, jetzt sitzen wir wieder Stunden in diesem Auto. Aber die Zeit vergeht sehr schnell. Auch mit den Kindern war es nie ein Problem, so weite Strecken zu fahren. Unsere Jungs waren genügsam. Die Großen haben sich um die Kleinen gekümmert. Später gab es DVD-Player und eine mobile Spielekonsole. Diese Accessoires sind auf langen Fahrten sehr hilfreich. Am Urlaubsort kamen sie dann nur sehr sparsam zum Einsatz.

Einfach losfahren!

Wenn du dich vor langen Autofahrten gruselst, kann ich dir nur den Rat geben: Einfach losfahren. Irgendwo macht es auch Spaß. Manchmal ist es etwas abenteuerlich. Unsere Fahrt über den San-Bernadino-Pass auf dem Weg an die Côte d’Azur werden wir sicher nie vergessen.

Aber auch ohne Wohnwagen waren wir nicht unbedingt schneller. Wir haben im Keller eine Zeltausrüstung, mit der wir an die Ostsee fahren. Für ein Wochenende lohnt es sich nicht, den Wagen zu mobilisieren. Mit dieser Ausrüstung waren wir vor einigen Jahren an der Costa Brava. Auch dorthin betrug unsere Fahrzeit 29 Stunden.

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Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, warum wir nicht fliegen. Die Antwort ist einfach: Ich habe Flugangst. So bleiben mir Fernreiseziele verwehrt. Dies ist ein Grund, warum du hier keine Reiseberichte von anderen Kontinenten findest.

Campingurlaub als Leidenschaft

Campingurlaub ist schon lange kein Billigurlaub mehr. Wenn wir drei Wochen auf einen internationalen Campingplatz in Strandnähe fahren, zahlen wir zu Zweit zwischen 1.600 und 2.000 EUR. Rechnen wir die Kosten für den Wohnwagen dazu, könnten wir auch nach Mallorca fliegen. Dort waren wir einmal, vor etwa drei Jahrzehnten. Es hat uns gut gefallen. Aber wir mussten fliegen, hatten kein Fahrrad und kein Auto. Der Urlaub zwischen Hotel, Strand und Mietwagen hat uns nicht so gut gefallen. Deshalb blieb er einmalig.

Camping ist Leidenschaft. Wir lieben die Unabhängigkeit, unser vertrautes Zuhause auf Rädern und das einfache Leben mit Kocher, Dusche und Abwasch. Meistens sind wir unterwegs: Das vertraute Miteinander auf dem Platz ist nicht so unser Ding.

Vielleicht werden wir unseren Wohnwagen ein wenig schrumpfen, sodass er besser in den Reihenhausgarten passt. Oder wir mieten doch wieder einen Dauercampingplatz. Am schönsten wäre ein kleiner Garten, doch das ist in unserer Region kaum bezahlbar. Fest steht, dass wir Camper bleiben. Es ist mehr als nur ein Urlaub. Es ist eine Leidenschaft.

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HB 2026-31

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